Die Interaktivität der Smalltalk-Entwicklung im Video


Erst gestern schrieb ich im Zusammenhang mit dem Google Summer Of Code und der Programmiersprache Smalltalk:

Smalltalk macht enormen Spass. Die sehr dynamische Umgebung ist sehr motivierend, weil man nicht toten Quelltext pflegt, sondern sich stets direkt im lauffähigen Objektsystem aufhält. Man muss es ausprobiert haben, um das zu verstehen…

und just einen Tag später lese ich auf Torsten’s blog über ein exzellentes Beweisvideo von Esteban Lorenzano, das dies sehr schön belegt:

Interactive Smalltalk

Hier kann man live zusehen, wie man sich als Smalltalk-Entwickler ein Objekt in einem Inspector greift, und direkt während des Programmablaufs Änderungen daran durchführt. Im verlinkten Video werden nur Variablen von Objekten zur Laufzeit geändert und damit der Verlauf des Programms beeinflusst.
Aber das ist erst der Anfang: Nutzt man den Smalltalk-Debugger, kann man direkt während des Programmlaufs den Code verändern und das Programm direkt weiter laufen lassen. Da es in Smalltalk keinen Compiler/Link-Zyklus gibt, ist das Ergebnis sofort verfügbar, man sieht die Auswirkungen seiner Änderungen sofort – und kann sie eventuell auch sofort noch feintunen. Leider ist der Debugger nicht im Video zu sehen.
Und das gezeigte funktioniert nicht nur mit virtuellen Bällen und Körben, sondern auch mit Flugbuchungen, SEPA-Lastschriftaufträgen, Wertpapier-Orders oder Buchungssätzen. Oder auch mit komplexen Berechnungen und so weiter. Ein Programm ist so seine eigene Simulation. Das meine ich mit motivierend und Dynamik.
Danke Torsten, für die Argumentationshilfe zum perfekten Zeitpunkt😉
Und natürlich Danke an Esteban für das tolle Video.