Die Autobahn…


…macht uns vor allem dann große Freude, wenn sie sich in Nebel hüllt oder glitschig wird. Die Massenkarambolage heute auf der A45 zeigt es wieder: egal, was für ein Hero man glaubt, am Gaspedal zu sein, meist ist man schlichtweg schneller in dem Schlamassel drin, als man daran denken kann, “uups!” zu sagen.

Und es gibt sicher sehr wenige Autofahrer, die sich da nicht an die eigene Nase fassen sollten, mich kann ich da leider nicht ausnehmen. Ich fahre glücklicherweise keinen dieser bei 340 km/h abgeregelten 4-Tonner mit 48-Wege-Audiosystem und eingebautem Nebelvertreiber. Man sieht diese Kisten ja oft genug, wie sie bei 30 Meter Sichtweite den Nebel oder das Schneegegriesel durch brachiales Dagegenrasen auf der linken Spur zu überlisten versuchen. Und damit nicht irgend so ein hirnverbrannter Idiot mit Papas 5er auf das heilig Blechle draufrast, weil er sich eifach völlig überschätzt, macht man vorsichtshalber mal die Nebelschlussleuchte an, es passiert ja so schnell mal was, und man muss immer mit den Fehlern anderer rechnen…

Und ja, dieser Tipp auf Spiegel online erscheint einem logisch, und doch macht man genau diesen Fehler immer wieder:

Bei solchen Witterungsverhältnissen begehen viele Autofahrer einen schweren Fehler, sagt Siegfried Brockmann, Leiter derUnfallforschung der Versicherer (UDV). “Sie orientieren sich bei extrem schlechten Sichtverhältnissen am Vordermann. Dabei kopiert man aber automatisch dessen Fahrstil, vergisst dabei das eigene Sicherheitsverhalten und fährt zu schnell.” Er rät dazu, sich die Geschwindigkeit lieber selbst vorzugeben, als zum Vordermann aufzuschließen.

Vielleicht hilft ja die ebenfalls dort zu findende Auffrischung zum Thema Sichtweiten, Bremsweg und bessere Verhaltensweisen wieder mal ein paar Tage vor. Vielleicht reicht es ja sogar zu einem guten Vorsatz. Wie der, dieses Jahr endlich mal wieder einen erste Hilfe-Kurs zu besuchen …