Alternative Energien sind einfach zu teuer! Sagt die Politik!


Die eine oder andere Lobby möchte dem preisbewussten Verbraucher ja immer wieder mal etwas von den immensen Kosten alternativer Energien erzählen. Schliesslich kosten uns alleine die Subventionen für Solardächer, Biogas- und Windanlagen jährlich Milliardenbeträge, und es hört niemals auf…

Ja, lieber Konsument und Wähler: Glaub es einfach und sei für mehr fossile, aber vor allem auch nukleare Energie, sie sind ein Schnäppchen!

Die Kosten zur vorübergehenden Entschärfung von Restrisiken sind also deutlich niedriger, wie wir lesen, und es wird ja auch sicher nichts schief gehen, weil da geht alles mit viel Disziplin und Routine vor sich. So ein Zwischen- oder Endlager wird ja nicht in irgend einem Hinterhof aufgemacht, sondern mit großem Aufwand erforscht und ausgewählt. Und aus Kostengründen schlampern, das gibs doch nur im Tatort!

Bei der Wahl der nötigen Deponie sprachen nur zwei Argumente für die stillgelegte Salzgrube Asse: Sie war sofort verfügbar. Und sie war billig.

Neulich hörte ich im Radio, dass sich die EnBW weigert, die Kosten für das ganze SchlamASSEl mit zu tragen, denn schliesslich sei man ja inzwischen nicht mehr der Eigentümer des Atommülls, der gehöre jetzt der Betreibergesellschaft.

Immerhin, es wird alles gut, und so richtig teuer ist es ja eigentlich nicht:

Für die ersten Untersuchungen in Puncto Asse seien zunächst 75 Millionen Euro vorgesehen, wie Umweltstaatssekretärin Katherina Reiche (CDU) mitteilte.

Wahrscheinlich habe ich das alles ganz falsch verstanden und mache mir da einen völlig falschen Reim….

4 thoughts on “Alternative Energien sind einfach zu teuer! Sagt die Politik!

  1. “Vielleicht sind Subventionen auch gut geeignet, zu beweisen, dass man das gar nicht müsste. Und immerhin eines haben die Subventionen ja wirklich gebracht: Jobs.”

    Die Jobs gäbe es woanders auch, wenn es denn dort nicht nur ums Wegnehmen verbrämt als “Umverteilen” ginge.

    Wieviele Jobs für die Subventionen kaputt gemacht wurden, das solltest Du Dich mal fragen….

  2. Nur soviel, Fakt ist die Kosten für alternative Energien werden auch künstlich hoch gehalten. PVS Strom kostet mehr als das Doppelte wie “herkömmlicher” Strom. Die Rechnung für AKW Strom hat aber das Riesenproblem der nicht überschaubaren “Folgekosten”. Es geht hier einfach um zu lange Zeiträume in der man sich darum kümmen muß.

    Zins und Zinseszins sind “unberbittlich”. Darüber habe ich mich schon ausgelassen
    http://fdominicus.blogspot.com/2008/07/einfache-rechnungen.html

    Die Suventionitis bei den alternativen Energien ist aber eher “hinderlich”. Je früher sich die “alternativen” Enrgien dem Wettbewerb stellen müssen, desto eher sind annehmbare Preise drin.

    Fakt ist nämlich auf jeder Arbeitplat in der “Solarindustrie” wird mit zig zehntausenden EUR unterstützt. Und so wie sich die Zahlen präsentieren wargen dagegen die Subventionen für den Bergbau “Peanuts”.

    1. Friedrich,

      ich habe nichts dagegen, alternative Energien zu fördern, auch wenn es Steuergelder kostet.
      Die konventionellen Energieformen haben sehr hohe versteckte Kosten und ein hohes Risiko unkalkulierbarer Folgekosten. das gilt auch für fossile Brennstoffe. Im Vergleich dürfte sich das nicht wirklich etwas schenken, wenn man insbesondere bei der Atomeenergie davon ausgeht, dass nichts schiefgeht. Wenn etwas schiefgeht, messen wir sehr schnell nicht mehr nur in lächerlichen Milliarden…

      Natürlich ist es wünschenswert, wenn sich Sonnen-, Windenergie und Biogas alleine aufgrund ihrer wirtschaftlichen Vorteile (mit Vernunft muss man uns Menschen ja nicht kommen) durchsetzen.
      Aber solange uns Verbrauchern der billige Atomstrom wichtziger ist als vernünftiger Umgang mit politischen (wer sagt denn, dass uns Putin den Gashahn niemals zudrehen wird), ökologischen und wirtschaftlichen Risiken, muss es eben durch Subventionen geschafft werden, dass sich diese Energieformen auch in der Breite durchsetzen.
      Generell müssen Subventionen immer eine temporäre Erscheinung sein (übrigens auch bei Milch), aber es geht mir ja auch gar nicht um Subventionen, sondern um die fadenscheinigen Kostenargumente, die das Für oder Wider im Umgeng mit alternativen Energien bestimmen.
      Warum soll es falsch sein, Kuhmist wenigstens nochmal zur Erzeugung von Biogas zu nutzen, bevor er seinen CO2-Gehalt endgültig in die Atmosphäre entlässt? Selbst, wenn es ein paar Euros mehr kostet, als Gas aus einer Weltregion, von der wir eigentlich nicht abhängig sein möchten, oder aber Atomenergie, die unkalkulierbare Risiken birgt.

      Jetzt kommt dann sicher noch das Argument: “Aber was nutzt es, wenn wir unsere AKW’s abschalten, wenn die Briten und Franzosen gerade wieder aufrüsten?”.
      Vielleicht sind Subventionen auch gut geeignet, zu beweisen, dass man das gar nicht müsste. Und immerhin eines haben die Subventionen ja wirklich gebracht: Jobs.

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