Lieber ein Ende mit Schrecken…


…als ein NAS-Gerät, das ständig zickt.
Monatelang waren wir mit der IcyBox IB NAS 4220 B ganz zufrieden. Es ist ein leises und sparsames Gerät, das seinen Job als NAS ganz gut macht, wenn man die richtigen Platten drin hat.
Ganz offenbar mag es keine Samsung-Platten und mit Western Digital gibt’s auch immer wieder Probleme. In unserem stecken zwei WD Platten (5000ABYS, um genau zu sein).
Seit aber vor kurzem das RAID aus den Fugen geraten ist (oder es schon länger aus den Fugen war, und es erst vor kurzem auffiel), und man dem Web Interface wohl nicht so recht trauen kann, macht mir das Ding echte Sorgen.

Als dann am Samstag aus heiterem Himmel angeblich eine Platte defekt war, und das RAID wieder hergestellt wurde, und nun angebliche wieder alles in bester Ordnung ist, die Kiste aber nicht immer hochfährt, ist für mich eines klar: keine Projekt- und Kundendaten mehr drauf.

Für diesen Job habe ich mir nun eine fast genauso sparsame und fast genauso kostengünstige Alternative ausgesucht, die hoffentlich noch vor Weihnachten ankommt.
Mit seinem Atom 330 und einem stinknormalen Linux (glücklicherweise habe ich genug Linux-Erfahrung) drauf, löst das Ding dann auch noch ein paar weitere Probleme:

  • Es kann problemlos als Subversion-Server fungieren
  • Es kann PostgresQL-Datenbanken verwalten (es werden maximal eine handvoll clients gleichzeitig drauf arbeiten)
  • Wir können den Envy-Library-Manager drauf installieren
  • Mit Webmin lässt sich auch hier eine hübsche Überwachungsoberfläche per Browser nutzen (um etwa den Status des RAIDs zu prüfen)

Es ist eben ein normaler Linux-Server mit fast genauso sparsamem Verbrauch wie die IcyBox, aber eben ein vollwertiger Rechner, an den man auch eine Tastatur und einen Monitor anstöpseln kann, wenn mal nichts mehr per SSH geht.

Bisher scheint mir der Anbieter auch sehr kompetent und freundlich.

Die von mir zusammengestellte Konfiguration wurde hinterfragt und ich habe heute gleich morgens einen Rückruf bekommen, um die offenen Punkte zu klären. Obwohl es sich hier um ein absolutes Low-Price-Modell aus der Produktpalette handelt. So kam nebenbei noch heraus, dass der im Webshop obligatorische RAID-Controller nicht wirklich dabei sein muss (ich will ein SoftRAID einrichten, um die Platten auch an Fremdmaschinen nutzen zu können, wenn mal gar nichts mehr geht). Und es werden keine separaten Festplatteneinschübe benötigt, weil die Platten in welchen verbaut werden. So ist meine Bestellung also um 300 Euro günstiger geworden.

Also bisher ein gutes Gefühl bei der Sache, aber noch habe ich die Maschine ja nicht…