Wenn Dein NAS chinesisch spricht, sei gelassen!


es gibt ja so ein cineastisches Genre, in dem sich Kaffeemaschinen als blutsaugende ausserirdische entpuppen oder einfache Entsafter der Menschheit nach der Existenz trachten. Aber auch im wahren Leben gibt es Alltagsgegenstände oder Büroutensilien, die direkt aus der Hölle zu kommen scheinen, um uns den Tag so richtig zu versauen, oder gar auf subtile Weise suizidale Schwingungen in unser Rückenmark zu strahlen.

Unser NAS, die IcyBox IB-NAS-4220, ist offenbar auch eines dieser Geräte. Eben sagte mir das Webinterface, auf das ich von Zeit zu Zeit mal draufschaue, um nach dem Rechten zu sehen, dass der Check der Platten okay sei, die Netzwerkverbindungen soweit stünden, und uberhaupt alles gut sei. Etwas gelangweilt drückte ich dann noch den Link für die Seite “RAID Setting”. Und schon war der Abend gerettet:

Wenn man sowas liest, wird einem erst mal heiss und kalt, und man fühlt sich so unendlich klein im Universum, und machtlos noch dazu. Für den Power-Button ist es sicher schon zu spät, und selbst, wenn was übrig bliebe, man würde sicher Tage und Wochen damit verbringen, wenigstens ein paar Bruchstücke seiner Daten wieder in unsere Dimension herüber zu tunneln.

Glücklicherweise ist das Böxlein brav und will nur spielen: es wird nichts formatiert. Die Daten sind immer noch wohl erhalten, und es scheint hier nur eine unglückliche Übersetzung aus dem Chinesischen vorzuliegen. Vielleicht fiel dem Übersetzer auch nichts besseres für “Spiegeln” oder “Restore” ein.

Ein Zucken war die Sache aber durchaus wert, und inzwiscehn kann ich wieder drüber Schmunzeln. Immerhin bin ich wieder einmal daran erinnert worden, dass Sicherung nicht nur etwas ist, was in Horrorfilmen kurz vor dem Gemetzel durchbrennt, sondern etwas, das man Regelmässig anfertigen sollte😉