Seaside – Material für Ein- und Umsteiger


Seaside hatte lange Zeit ein großes Problem: es gab fast keine Dokumentation dazu. Zwar ist es immer noch so, dass man bei Amazon nicht 36, sondern nur 1 Buch zu Seaside findet, aber das ist ein Anfang.

Es gibt natürlich noch mehr.

Ganz aktuell ist Randal Schwartz’ Artikel im Linux-Magazine, der einen sehr knappen und verständlichen Überblick über Seaside gibt. Auf der Seaside-Homepage finden sich noch viele weitere Artikel und Tutorials, allerdings sind einige ältere nicht mehr geeignet, da sie nicht das neue Canvas-Rendering abdecken.

Lukas Renggli hat erst vor kurzem auf einem Vortrag in London ein neues Seaside-Buch angekündigt, in dem zum ersten Mal auch VA Smalltalk zur Sprache kommen wird (Co-Autor des VA Smalltalk-Kapitels ist John O’Keefe von Instantiations).

Um sich aber mit den kleinen und gemeinen Alltagsfragen rund um Seaside zu beschäftigen, ist es oft besser, sich in Mailinglisten und Blogs zu informieren. Da ist natürlich zunächst die offizielle Seaside-Mailingliste zu nennen, auf der inzwischen schon ganz schön was los ist.

Blogs, die ich persönlich sehr hilfreich fand oder noch finde:

Das sind bei weitem nicht alle Blogger, die sich mit Seaside beschäftigen, aber eben meine Favoriten.Wenn man mal eine gewisse Hürde genommen hat, ist das beste Anschauungsmaterial aber Code anderer Seaside-Entwickler.

7 thoughts on “Seaside – Material für Ein- und Umsteiger

  1. Jetzt hat sich der Mathematik-Test wieder geändert, weil ich mein Posting zu lange nicht abgeschickt habe …

    Ok, in Kürze noch einmal:

    Ich stelle mir bei den Widgets so was vor:

    field := IPEntryField new.
    field height: 20; width:100;when#looseFocus send:#validate to: self.

    Client-seitige Validierung eben.

    So was wie das hier:

    http://webdev2.sun.com/example/faces/index.jsp

    (Auch wenn es schon wieder EOL ist)

  2. Claus,

    Das mit den Widget Sets ist so eine Sache. Einerseits klingt es sehr verlockend, Widgets zu konfigurieren und möglicherweise gar einen GUI-Painter dazu zu nutzen.
    Im speziellen Fall von HTML-Seiten wird es aber leider sehr kompliziert, wenn man auch nur halbwegs alle Schmakazien wie CSS und vor allem JavaScript und AJAX mit in das Widget Set und womöglich gar in den GUI-Painter einbauen möchte.

    Also lässt man entweder Teile weg und beschränkt somit die Funktionalität des Widget Sets, oder aber das ganze wird so komplex, dass man mit einem “nackten” renderContentOn: einfacher zu Werke kommt.

    Wir haben in unserem Seaside-Projekt auch begonnen, ein Widget Set zu bauen. Zu Beginn war das eine tolle Sache, Dialoge waren schnell zusammengenagelt, und wir hatten schnell Eingabevalidierung etc. eingebaut. Letztendlich haben wir praktisch für jedes HTML Tag eine eigen WAComponent – Unterklasse gebaut. Und mit “jedes” meine ich wirklich jedes. Es gab dann letztendlich ein eigenes Widget für ein br – Tag. Als wir dann noch versuchten, Scriptaculous mit in dieses Framework einzubauen, haben wir das ganze Ding verworfen. Den Code zur Erstellung eines einfachen Formulars war dermassen umfangreich geworden… Im Prinzip war das ganze ein “Schattenframework”, das 80 % von Seaside in einer parallelen Hierarchie abbildet. Und dann tatsächlich deutlich schlechter funktioniert.
    Mit jQuery, so möchte ich behaupten, würde das ganze komplett in sich zusammenbrechen…

  3. Ein kleines weiteres Problem ist die Abwesenheit von Component-Sets, was es für JSF wie Sand am Meer gibt.

    Smallfaces sind ein guter Anfang, da das Framework so ähnlich zu bedienen ist wie die guten alten Widgetkit components.

    Ein weiteres Dokumentationsproblem ist natürlich, dass ein guter Teil der Seaside-Entwickler natürlich Consultants sind und sich nicht unbedingt den Ast absägen wollen, auf dem sie teilweise sitzen.

  4. Hallo Herr Osburg,

    die Mailingliste ist doch verlinkt … ?
    Die Google-Code Seite ist ein toler Anfang, gefällt mir gut. Ich hoffe, es finden sich ein paar Leute, die mitmachen…

  5. Hallo,

    vielen Dank für die Erwähnung und Verlinkung. Ich muss Ihnen recht geben, dass Dokumentation bisher nur spärlich vorhanden ist. Aber ich denke, jeder kann einen Teil dazu beitragen, so wie sie es auch momentan durchführen, durch Ihre kleine Linksammlung🙂

    Übrigens habe ich nun ein neues Projekt auf Google Code gestartet, dort möchte ich gern Codebeispiele bzw. Beispielimplementationen sammeln und sie der Community zur Verfügung stellen. Zu finden hier: http://code.google.com/p/seaside-examples/

    Natürlich kann sich jeder bei mir melden, der gern mitmachen möchte.

    Noch ein Tipp von mir, lassen Sie als Einsteigerhilfe auch die Seaside-Mailingliste nicht unerwähnt! Sie diente unserem Team als besonders große Hilfe, wenns klemmt und man nicht weiterkommt. Archiv und Registrierung hier: http://lists.squeakfoundation.org/cgi-bin/mailman/listinfo/seaside

    Nochmals Danke und ich wünsche sehr viel Spaß beim Programmieren mit Smalltalk und Seaside🙂

  6. Stimmt, das Tutorial von James Foster ist auch sehr gut, eine Schande, dass ich es vergessen habe.
    Ich glaube, Seaside macht so viel Spass, dass es keinen loslässt, der nur halbwegs durchblickt. Und auf die Weise wird es nie Doku geben😉
    Aber Spass beiseite, es ist absolut notwendig, dass Seaside eine offizielle Doku bekommt. Und die muss wesentlich tiefer gehen, als alles, was bisher verfügbar ist.
    Wir müssen eben IBM oder Oracle bitten, ein paar Milliönchen für das Projekt locker zu machen, dann wird’s ganz einfach😉

Comments are closed.