Geschafft: VA Smalltalk Advanced Programming Techniques


In den vergangenen Wochen war es wieder mal sehr still auf diesem Blog. Grund dafür war ein Workshop bei einem Kunden hier in Deutschland, der vorbereitet werden wollte. Ganz nebenbei habe ich noch Familie und einen Lieblingskunden, bei dem ich einen Vollzeitjob zu tun habe. Also mussten manche Dinge einfach warten…

Der Workshop war richtig klasse. Ich hatte großen Spass dabei, und ich glaube, auch meinen Opfern hat es ganz gut gefallen. Zumindest haben sie das in meinem Beurteilungsbogen so angekreuzt😉

Wir hatten uns vier Hauptthemen für die Woche herausgegriffen, die für die Teilnehmer interessant sind. Die Kollegen hatten alle rund 1-2 Jahre Erfahrung in VA Smalltalk und wollten sich mit einigen komplexeren Themen intensiver auseinandersetzen.

Ich hatte die meisten Themen in der einen oder anderen Form bereits in Workshops im Rahmen von Projekten oder Beratungs-Gigs schonmal “gecoacht” oder vorgestellt, aber die einwöchige Form war neu. (deshalb auch der relativ große Aufwand zur Vorbereitung).

Wir haben anhand einer komplxeren, durchgängigen Übungsaufgabe die ThemenUnit Tests, Refactoring, Configuration Managemet in Envy und Packaging durchgearbeitet, und ich glaube, diese Form des Workshop funktioniert hervorragend: die Teilnehmer waren sehr motiviert, selbst am vierten und fünften Tag noch, obwohl wir uns nicht an die 38,5-Stunden-Woche gehalten haben, sondern sehr lange Tage hatten. Genau wie in meiner Grundlageschulung gab es keine “Hands-on” oder gar fertigen Code zur Lösung, sondern das Team musste die Anwendung selbständig komplett entwickeln und die neu erlernten Techniken nutzen.

Aus meiner Sicht hat das wirklich sehr gut geklappt. Die Anwendung ist zwar nicht vollständig fertig geworden, aber wir konnten am Freitag eine Anwendung packagen und die Packaging Instructions anpassen, sodass alles lief.

Vor allem das Thema Unit Tests und  die Arbeit mit “Legacy Code” hat zum einen oder anderen Aha-Effekt geführt. Schliesslich herrscht in fast jedem Langläuferprojekt die Meinungvor, es habe jagar keinen Zweck, überhaupt anzufangen, weil man ja niemals fertig werden wird…

Auch wurde den Kollegen fast unheimlich schnell klar, dass das Schreiben bzw. Entwerfen von Unit Tests eine hervorragende Technik zur Verfeinerung des Designs zu schreibenden Codes ist. Also ganz und gar keine verschwendete Zeit, selbst, wenn das restliche Projektteam mit seiner skeptischen Grundhaltung erst mal nicht mitzieht. Ich wünsche den Kollegen, dass sie das Thema mit dem frischen Schwung aus dem Workshop in ihre Tagesarbeit mitnehmen können.

Auch der Refactoring Browser hat zu leuchtenden Augen geführt. War der erste Wurf einer Methode unserer Übungsaufgabe nicht so toll. konnten wir sehr schnell verbessern. Dass das richtig Spass machen kann, war im Workshop zu spüren.

Aber auch bei den eher trockenen Themen Envy oder Packaging wurde den Teilnehmern so manche Eigenheit aus ihrem Projekt erst so richtig klar: “Ach deshalb haben die mir gesagt, dass ich das so machen muss! Jetzt versteh’ ich das!!!”

Für mich war der Workshop eine sehr schöne Abwechslung und ich hatte auch das Glück, es mit netten, wissensdurstigen und motivierten Leuten zu tun zu haben, die wirklich Lust auf Neues und Hintergrundwissen hatten. Zudem gab es ein gutes Catering, was auch nicht zu verachten ist😉

Aus der Woche habe ich einige Ideen und Anregungen zur weiteren Verbesserung des Wprkshops mitgenommen, und die Bestätigung, dass es sehr viel Sinn macht, diese doch sehr verzahnten Themen in einem durchgängigen Workshop zu bearbeiten, anstatt sehr punktuell nur Einzelthemen zu schulen. Die durchgängige Übungsaufgabe und die Gruppenarbeit machen die Themen sehr viel transparenter, als ein ein- oder zweitägiger Workshop dies leisten kann.

Wenn Sie für sich oder Kollegen ein ähnliches Training suchen, würde ich mich natürlich sehr über eine Kontaktaufnahme freuen..