ESUG 2008 in vollem Gange

Heute beginnt der offizielle Teil der ESUG-Konferenz in Amsterdam. Dieses Jahr ist offenbar das Jahr der Rekorde:

Smalltalk und Squeak sind offenbar interessanter denn je…

Registrierungsprobleme fürs VA Smalltalk Forum

Da ist man mal eine Woche in Urlaub (andere Geschichte), und kaum kommt man zurück, erreichen einen dann die Hiobsbotschaften. In meinem Maileingang war eine Nachricht, dass es offenbar Probleme mit der Registrierungsseite fürs VA Smalltalk Forum Europe 2008 gibt. Anscheinend ist für einige User mit dem Internet Explorer 6 kein Eingabeformular auf der Seite zu sehen. Ich kann diesen Fehler nicht nachvollziehen, mit Safari, Mozilla und Opera funktioniert die Seite ohne Probleme.

Sollte jemand mit der Registrierung Probleme haben, ist es am einfachsten, nicht lange rumzuprobieren, sondern einfach eine Mail an mich (jtuchel (bei der) objektfabrik.de) zu schicken. Dann klappts auch mit der Registrierung 😉

Die Kollegen bei Instantiations sind informiert und werden sich (wenn sie heute nachmittag aufstehen da drüben) um die Sache kümmern.

Hotelkontingent fürs VA Smalltalk Forum nur noch bis 22.8.

Wir haben für Besucher des VA Smalltalk Forum Europe 2008 in Frankfurt beim Novotel ein Kontingent von vergünstigten Zimmern ausgehandelt. Diese Zimmer kosten 119 Euro pro Nacht inkl. Frühstück.

Allerdings müssen diese Zimmer bis spätestens 22.8. direkt beim Novotel gebucht werden. Bei der Buchung sollte man erwähnen, dass man das VA Smalltalk Forum besuchen möchte, um diesen Sonderpreis zu erhalten. Einige Zimmer wurden schon gebucht, und wer zuerst kommt…

Ausserdem bitten wir alle Interessenten, sich rechtzeitig zu registrieren, damit wir die Räumlichkeiten entsprechend planen können (bei großem Andrang müssen wir dann auch eine Mikrofonanlage buchen etc).

Smalltalks 2008: 13. bis 15. November

Seit 2007 gibt es die Konferenz “Smalltalks”. Letztes Jahr war dieses Event offenbar ein riesiger Erfolg, sodass es dieses Jahr die Smalltalks 2008 geben wird, zu der man sich ab sofort registrieren kann.

Das Interessante daran: das ganze findet in Buenos Aires (ja, genau: Argentinien) statt, also praktisch genau das richtige, wenn man sich dieses Jahr ein Incentive verdient hat 😉

Aber es kommt noch besser:

As with last year’s event, registration and refreshments will be completely free.

The conference will be divided into two modules, Scientific Research and Software Industry, as well as hosting a coding contest.

Ein Blick auf die Präsentationen vom letzten Jahr zeigt, dass es sich hier nicht um ein rein südamerikanisches Event handelt, sondern dass schon im ersten Jahr Redner aus aller Welt dort präsentiert haben. Alles in allem eine sicher sehr interessante Veranstaltung, schade nur, dass Buenos Aires ein bisschen weit weg ist…

Seaside-Applikation erhält Usability Award

Die Schweizer Firma CMSBox bietet das gleichnamige, Seaside-basierte Content Management System an, das durch eine wirklich großartige Benutzerführung im Browser besticht. Die Kollegen bei CMSBox haben hier wirklich alle Register der RIA-Features in Seaside gezogen und eine ausserordentlich gelungene Oberfläche gezaubert. Wer meinen Worten nicht glauben mag, kann sich sein eigenes Bild machen, indem er sich eines der Videos auf der Site anschaut. Die Seite ist auch dann interessant, wenn man mal sehen möchte, was mit Seaside so alles machbar ist.

Um aber auf den Punkt zu kommen: Jakob Nielsen von der Nielsen Norman Group, ein Spezialist auf dem Gebiet der benutzerfreundlichen Gestaltung von Benutzeroberflächen (“The guru of web page usability,” The New York Times) hat eine Rangliste der 10 aus seiner Sicht besten GUI-Applikationen des Jahres 2008 aufgestellt, und eine der Nominierungen ist CMSBox. Der Artikel geht auch auf die aktuellen Trends bei Benutzeroberflächen, wie an Microsofts Ribbons angelehnte Werkzeugleisten und “Alert Boxes” im Web ein. Jakob’s Seiten sind insgesamt einen Besuch wert, wenn man sich mit Benutzeroberflächen beschäftigt…

Gratulation an das Team hinter CMS Box (netstyle) und auch an die Macher von Seaside (wobei es hier manchen doppelt trifft 😉 )

Gefunden auf der Seaside-Mailingliste
[Update] inzwischen auch zu finden auf dem Blog The Weekly Squeak

Generalprobe für meinen Integrationsvortrag

Vor einiger Zeit habe ich mal den Fehler gemacht, Steffen Müller zu versprechen, dass ich einen der Vorträge für das VA Smalltalk Forum auf dem Münchener Smalltalkstammtisch halten könnte. Da ich in den letzten Monaten immer wieder mal in München war, hatte ich das Glück, diesen Stammtisch bereits ein paar mal zu besuchen. Es lohnt sich, dort mal hinzugehen, denn in ganz lockerer und netter Atmopshäre kann man sich mal ein Bild davon machen, wer da in München so alles mit Smalltalk arbeitet und man trifft dort sehr nette Leute. Von allen Smalltalk-Geschmacksrichtungen ist jemand da: Squeak- und Dolphin-User fachsimpeln dort mit VisualWorks- und VA Smalltalk-Entwicklern.

Um nochmal auf den Termin zu sprechen zu kommen: am 8.9.2008 soll es so weit sein, im Hause der Firma VSA (www.vsa.de) , um 19:00 Uhr geht’s los.
Ich werde dort meinen Integrationsvortrag halten, um am Timing und den Pointen zu arbeiten. Natürlich hoffe ich auf offenes Feedback, um dann am 23.09. auf dem VA Smalltalk Forum Europe 2008 einen überzeugenden Vortrag halten zu können. Thema des Vortrags sind zunächst mal die aktuellen Trends in großen IT-Unternehmen, und welche Features VA Smalltalk bietet, um sich in moderne und auch in kommende IT-Landschaften zu integrieren. Abgerundet werden soll das ganze durch eine kleine Demo eines RESTful WebService, um zu zeigen, dass VA Smalltalk mit SST (Server Smalltalk) alle Bausteine bietet, um auch in den aktuellen Trendthemen mitzumischen.

Hier ist die Ankündigung des Smalltalk-Abends

Eigentlich bin ich Steffen dafür dankbar. Endlich tritt mir jemand in den Hintern, wenigstens einen meiner beiden Vorträge fertig zu bekommen. Und über die Chance einer öffentlichen Generalprobe freue ich mich auch sehr.

Interview mit Dan Ingalls

Nicht gerade neu ist die Episode 29 von FLOSS Weekly, aber das Interview mit Dan Ingalls, einem der Macher von Smalltalk und Mitbegründer von Squeak ist ein Kleinod, das man auch ein paar Monate später noch hören kann.

In diesem Interview erzählt Ingalls die Geschichte von Squeak, die eigentlich auch die Geschichte von Smalltalk, graphischen Benutzeroberflächen, Apple’s Macintosh-Vorgänger Lisa und so manchem anderem ist.

Dan Ingalls ist eine der großen Unbekannten der IT-Geschichte, die wirklich wichtiges Geschaffen haben und noch nicht einmal eine eigene Wikipedia-Seite haben 😉

Seaside und CSS

Seaside vereinfacht die Entwicklung von Web-Anwendungen ungemein. Der elegantete Ansatz, alles in Smalltalk zu implementieren, anstatt sich durch seitenlange XML-Dateien zu wühlen, ist sehr mächtig und bringt große Vorteile in der Entwicklung aber vor allem auch beim Debuggen und damit bei der Wartung von Web-Anwendungen.

Bisher war das Styling einer Seaside-Anwendung eine eher paläantologisch anmutende Sache: auch in Seaside erstellt man CSS-Dateien nach guter Handwerksmanier. Im Rendering-Code einer Seaside-Komponente sind Bezüge auf CSS-Klassen und IDs zu kodieren, die sich im CSS wiederfinden.

Durch die Nutzung von Decorations kann man sich in einer Seaside-Anwendung zwar einiges in der Arbeit mit CSS erleichtern, aber der Kern der Sache bleibt:  der CSS-Code ist CSS-code, und der ist nicht wirklich lese- und wartungsfreundlic.

Besserung verspricht das open source- Projekt Phantasia zu bringen, indem es den Umgang mit CSS vereinfacht und dem Smalltalk-Entwickler vorgefertigte Stile und Komponenten in Form von Smalltalk-Quelltext bietet. Das ganze klingt sehr vielversprechend, und ich habe wieder ein Stück Software mehr auf der Liste der unbedingt noch anzuschauenden Sachen. Eine Frage, die sich natürlich aufdrängt, ist, wie sich Phantasia in der Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Web Designern einsetzen lässt…

Entdeckt bei Torsten Bergmann .

Die Geschichte des VA Smalltalk Forum (2)

Im Jahr 2006 kamen unsere Kunden und zunehmend auch Firmen auf uns zu, mit denen wir bisher nicht gearbeitet hatten, und wollten sich ein Bild davon machen, was das mit diesem Wechsel zu Instantiations nun zu bedeuten hatte. Und fast immer war der Hintergrund der Folgende: man steckte mitten in der Phase eines “Wiederauflebens” im Projekt. Die große Welle der “unternehmensweiten Konsolidierung” war abgeflacht, und es wurde langsam klar, dass es nach wie vor neue Anforderungen zu erfüllen gilt. Die ständige Frage danach, ob denn dieser technologische Weg der richtige sei, oder ob man nicht schnellstens auf die neue Plattform portieren solle, wich einem wesentlich bodenständigerem Ansatz: wenn es keine große Not für Veränderungen gibt, muss nicht unbedingt verändert werden. Einige unserer Kunden hatten bereits Schätzungen gemacht, welche Aufwände zu stemmen wären, um eine Neuimplementierung bestehender Funktionalität zu bewerkstelligen…

Um es also kurz zu machen, hier in Deutschland und in der Schweiz kam immer wieder die Frage auf, wer das denn sei, ob man sich denn auf Instantiations verlassen könne, und wie es denn nun um die Zukunft von VA Smalltalk stehe. Die meisten Kunden hatten bereits seit einigen Jahren keine Wartungsvereinbarung mehr mit IBM und waren bei VisualAge Versionen 5.0 oder 5.5 stehen geblieben. Ein wichtiges Thema war fast immer die Integration mit den um die Projekte herum entstandenen, meist web-basierten Anwendungen. HTTP, XML, Web Services waren die Stichworte, mit denen man sich in den Projekten konfrontiert sah.

Ein wichtiges Thema war also, was die neueren Versionen von VisualAge bzw. VA Smalltalk denn hier zu bieten haben, und wie schwierig der Umstieg auf die neue Version von VA Smalltalk sein würde.  Migrationen auf VA Smalltalk 7 wurden zu einem neuen Spezielgebiet (siehe dazu auch meinen Vortrag vom VA Smalltalk Forum 2007), und wir konnten bei einigen Kunden beweisen, dass zum Einen der Umstieg auf VA Smalltalk 7 recht einfach ist, und sich andererseits der Umstieg wegen der vielen kleinen, aber dennoch hilfreichen Neuerungen durchaus lohnt. So verkauften wir in 2006 und 2007 auch deutlich mehr VA Smalltalk-Lizenzen als in den Jahren zuvor, und fast nur an Kunden, die schon 4 oder 5 Jahre keine Wartung mehr gehabt hatten.

Instantiations, selbst ein wenig überrascht von diesem Erfolg, hatte inzwischen mit Nicholas Gilman einen International Sales Manager, der sich voll und ganz dem ausser-US-amerikanischen Markt widmen sollte. Als ich ihm den Vorschlag unterbreitete, die Kunden hier in Europa zu einer Veranstaltung zu versammeln, in der sie zum Einen Instantiations kennen lernen können, zum anderen aber vor allem auch sehen können, dass sie nicht die letzten ihrer Art sind, kam zunächst ein eher verhaltenes Echo. Noch war er zu neu in der Firma, und noch war der Fokus seiner Aktivitäten in erster Linie die Java-Produktlinie von Instantiations, die übrigens sehr erfolgreich ist.

Erst Ende 2006 war die Idee bei Instantiations offenbar auf fruchtbaren Boden gefallen. Er hat es nie ausgesprochen, aber ich denke, Nick musste die Idee erstmal in sein Unternehmen “hineinmassieren”. Eines Tages, als ich meine Idee wieder einmal auf den Tisch brachte, war es soweit: “Why don’t we just do that, sounds like a great way to get in touch with our customers abroad!”. Die Idee des VA Smalltalk Forums sollte nun also Realität werden.